predigerseminar nuernberg 2017

Vikariat und Elternschaft

Die besonderen Herausforderungen, die ein Vikariat für Familien mit sich bringt, bedürfen besonderer Aufmerksamkeit. Mütter und Väter, insbesondere allein Erziehende, können mit der Unterstützung ihrer Landeskirche rechnen, die sich auch gesamtgesellschaftlich dafür einsetzt, dass berufliche und familiäre Verpflichtungen in Einklang gebracht werden können.

Die Standards der Ausbildung sind auch für Vikarinnen und Vikare mit familiären Verpflichtungen verbindlich. Die zweite Ausbildungsphase ist neben der Ausbildung der anderen pastoralen Kompetenzen in besonderer Weise an der Weiterentwicklung personaler Kompetenz orientiert. Diese Weiterentwicklung erfordert Zeit und Raum.

Beratung

Im Predigerseminar gibt es unterschiedliche Möglichkeiten Eltern in der Aufgabe zu unterstützen, den Anforderungen der Familienarbeit und denen der Ausbildung gerecht zu werden. Hierbei werden in den meisten Fällen individuelle Möglichkeiten gesucht, da die Familiensituationen und Bedürfnisse sehr verschieden sind. 

Bitte suchen Sie frühzeitig das Gespräch mit uns im Predigerseminar um gemeinsam mit Ihnen zu überlegen, wie die Anforderungen der Ausbildung und der Elternschaft bestmöglich vereinbart werden können.

Vikariatsort

Auf die besondere Familiensituation wird bei der Vergabe der Vikariatsorte Rücksicht genommen.

Es gibt für Vikarinnen und Vikare mit Kind die Möglichkeit, den Vikariatsort in räumlicher Nähe zum Predigerseminar zu wählen um eine verlässliche Kinderbetreuung für beide Ausbildungsteile – Gemeinde und Predigerseminar – nutzen zu können.

Kurswochen im Predigerseminar

Grundsätzlich sind Vikarinnen und Vikare nur verpflichtet, während der Kurszeit anwesend zu sein. So können diejenigen, die in Nürnberg und Umgebung eingesetzt sind, problemlos Kontakt zu ihrer Familie halten.

Stillende Mütter können ihr Kind selbstverständlich ins Predigerseminar mitbringen – zusammen mit einer Begleitperson, die das Kind während der Kurszeiten beaufsichtigt. Die Kosten für die Unterbringung der Begleitperson im Predigerseminar übernimmt das Predigerseminar. Für die Verpflegung der Betreuungsperson wird der Sachbezugswert in Rechnung gestellt, derzeit für das Frühstück 1,57 €; das Mittagessen 2,87 € und das Abendessen 2,87 €.

Wenn zu Hause ein „Betreuungsnotstand" eingetreten ist und die Betreuung nicht gewährleistet werden kann, können auch ältere Kinder mit einer Betreuungsperson in das Predigerseminar mitgebracht werden. Auch in diesen Fällen wird für die Verpflegung der Betreuungsperson der Sachbezugswert in Rechnung gestellt, die Kosten der Unterbringung im Predigerseminar trägt das Predigerseminar. 

Darüber hinaus können Kinder bis zum Alter von drei Jahren samt Betreuungsperson mitgebracht werden, wenn im Predigerseminar genügend Raumkapazität vorhanden ist. In dieser Konstellation wird für die Verpflegung der Betreuungsperson der Satz für kirchliche Mitarbeitende in Rechnung gestellt. Derzeit: Frühstück: 4,50 €, Mittagessen: 9,00 €, Abendessen: 6,00 €, d.h. 19,50 €/Tag. Schlafen Kind und Betreuungsperson in einem Raum mit Vikarin oder Vikar, ist für die Matratze 5 € pro Nacht zu entrichten. Soll ein zweiter Raum angemietet werden, wird der Satz für kirchliche Mitarbeitende in Rechnung gestellt. Eine entsprechende Anfrage ist spätestens zwei Wochen vor Kursbeginn anzumelden und nur erfolgreich, wenn genügend Raumkapazität vorhanden ist. 

Das Predigerseminar bietet familienfreundliche Zimmer an. Die Zimmer sind mit einem Kinderbett und einer Wickelunterlage ausgestattet, für den Speisesaal steht ein Hochstuhl bereit. In einem Aufenthaltsraum befindet sich eine Spielecke. Außerdem kann der Garten kann gerade im Sommer zum Spielen genutzt werden.

Mutterschutz, Elternzeit und Teilzeitvikariat

Vikarinnen, die nach der Mutterschutzfrist sofort wieder in das Vikariat einsteigen möchten, setzen das Vikariat in der Regel in dem Kurs fort, mit dem sie begonnen haben.

Selbstverständlich kann auch während des Vikariats von Müttern und Vätern Elternzeit in Anspruch genommen werden. Der Vorbereitungsdienst verlängert sich dadurch unter Berücksichtigung der versäumten Ausbildungsabschnitte (vgl. § 5 Abs.5 VorbDG).

Ein Teilzeitvikariat (50/100) von Beginn an befindet sich derzeit in der Erprobungsphase. Das Teilzeitvikariat von Beginn an dauert 4 Jahre und setzt die Bereitschaft voraus, dass die Vikarin/der Vikar in Teilzeit durchschnittlich halbjählich die PS-Kursgruppe wechselt. Bitte wenden Sie sich bei Interesse so bald wie möglich an das Predigerseminar und das Ausbildungsreferat.

Daneben kann nach 18 Monaten Vikariat oder später für die restliche Zeit Teilzeitvikariat (50/100) beantragt werden. Die restliche Vikariatszeit verdoppelt sich dann: also im Fall von 12 Monaten Restzeit (100/100) dann 24 Monate im Teildienstverhältnis (50/100), oder im Fall von 6 Monaten Restzeit (100/100) dann 12 Monate im Teildienstverhältnis (50/100). Die genaueren Rahmenbedingungen erfragen Sie bitte im Predigerseminar.

zurück zu  Leben und Lernen im Vikariat